Modellschule


Eine Zeitleiste über unsere Entwicklung zu diesem Thema im Schuljahr 2022/23 sehen Sie hier:

https://kmz-emmendingen.taskcards.app/#/board/ef09d92d-a204-49fb-a61d-674e765c7e1b?token=071b2822-76d9-4c5f-8d5d-3b588005603e

 
Elterninformation zur Modellschule:
Modellschule_Elterninformation_2022-07-09.pdf
Evaluation_IBBW_Infoschreiben.pdf

 

Ergebnisse der Elternbefragung vom Juni 2022:
Auswertung_Elternbefragung_2022.pdf

 


FAQs (erstellt vom Elternbeirat und Lehrerkollegium)

 

Frage 1: Wie soll mein Kind wissen, ob es gut genug ist?

Ihr Kind wird von uns Lehrerinnen in seinem eigenen Lernfortschritt eng begleitet und erhält regelmäßig im Verlauf des Lernprozesses kompetenzorientierte Rückmeldungen, in Form von Gesprächen und schriftlichen Rückmeldungen.
Wir möchten die Fähigkeit der Kinder stärken, ihren Lernweg zu beobachten, einzuschätzen und zu verbessern. Durch regelmäßige Gespräche mit der Lehrerin lernen die Kinder:

  • den eigenen Lernweg und Lernerfolg wahrzunehmen
  • Selbstvertrauen in ihre Stärken zu haben
  • durch ihr eigenes Tun eine Hausforderung zu bewältigen (Selbstwirksamkeit)

Mit dem Kind legen wir in den Gesprächen individuelle Ziele fest und begleiten es in den Schritten, die es bis zu diesem Ziel gehen muss. Solange ein Kind motiviert an seinen Zielsetzungen arbeitet, in seinem Tempo und auf seinem Lernweg, ist es „gut genug“.


Frage 2: Woher weiß ich als Elternteil, dass mein Kind Förderbedarf hat?

Wie bisher auch, sind wir in einem engen Kontakt mit den Eltern. Denn nur mit der Zusammenarbeit mit den Eltern kann das Kind gut lernen. So werden weiterhin die Kennenlerngespräche und die ausführlichen halbjährlichen Lernentwicklungsgesprächen mit den Eltern und den Kindern stattfinden. Außerdem liegt uns der Lernfortschritt Ihres Kindes sehr am Herzen und wir treten, wie bisher auch, in Kontakt, wenn wir Bedarf an zusätzlicher Förderung sehen. In den Gesprächen mit dem Kind wird der Lernweg mit den nächsten Schritten besprochen und schriftlich festgehalten. Diese individuellen Ziele sind für Sie einsehbar. In den schriftlichen Rückmeldungen (z.B. nach einer schriftlichen Lernzielkontrolle) wird für Sie als Eltern der derzeitige Lernstand, sowie die individuellen Fortschritte des Kindes verdeutlicht.


Frage 3: Wie soll mein Kind lernen, dass es auf die Leistung im Leben ankommt. Von nichts kommt nichts?

Wir sind leistungsorientiert! Wir erwarten von Ihrem Kind Leistung! Was sich ändert ist die Art und Weise, wie wir Ihrem Kind Rückmeldung zu seiner Leistung geben und durch diese Art das Kind zu weiterem Lernen motivieren. Wir haben jetzt schon nur am Ende der 2. Klasse die Benotung in den Fächern Deutsch und Mathematik. Unter den Arbeiten stehen bis dahin keine Noten. Dennoch haben wir leistungsstarke Kinder in der ersten und zweiten Klasse.


Frage 4: Wenn die Kinder nur noch machen können worauf sie Lust haben, entspricht das nicht dem wahren Leben.

An der SBS dürfen die Kinder nicht (nur) machen worauf sie Lust haben. Wir richten uns nach den Kompetenzen des Bildungsplans für BW und sehen es als unsere Aufgabe, diese gemeinsam mit den Kindern anzustreben. Die Kinder haben in den Kernthemen klare Vorgaben, zum Teil in Form von Plänen, was sie zu bearbeiten haben.


Frage 5: Wie sollen die Kinder auf Anforderungen der weiterführenden Schulen vorbereitet werden? Dort zählen schließlich Noten?

„Kompetenzorientierung des Lernens verlangt entsprechende Formen der Leistungsbeurteilung“, so lautet die Notenverordnung in der Grundschule (VO GS, Artikel 2, §1)
Wir sind der Auffassung, dass wir die Kinder in der Fähigkeit, ihren eigenen Lernprozess zu beobachten, einzuschätzen und zu verbessern, stärken sollten. Mit Selbstvertrauen können sie an die gestellten Lernaufgaben herantreten und ihre Selbstwirksamkeit in ihrem Lernprozess erfahren. So sind sie bestens auf Anforderungen der weiterführenden Schulen vorbereitet.
Auch Firmen stellen mittlerweile darauf um, Portfolios der Bewerber und Bewerberinnen zu berücksichtigen und weniger die Zeugnisnoten, da diese weniger aussagekräftig sind. Die Gemeinschaftsschule arbeitet bereits seit Jahren erfolgreich ohne Noten, bis zum Abschlussjahrgang.


Frage 6: Wird mein Kind ausreichend gefördert und gepusht? Es soll doch mit bestmöglichen Ergebnissen aus der Schule gehen.

Feedback befindet sich laut Hattie unter den Top 10 der Einflussfaktoren für den schulischen Lernerfolg.
Die Meta-Analyse aus John Hatties „Visible Learning“ (Lernen sichtbar machen) gibt uns hier Antwort: John Hattie hat über 15 Jahre eine Zusammenführung von 800 Meta-Analysen, die ihrerseits bereits Einzelstudien zusammengeführt haben, im Bereich der empirischen Bildungsforschung vollzogen. Die Meta-Analyse ist in sechs Bereiche gegliedert, denen 138 Faktoren zugeordnet werden. Es wird dort beschrieben, welchen Einfluss die einzelnen Faktoren auf schulischen Lernerfolg haben. Auch wenn die Gefahr besteht, hier eine verkürzte Interpretation wiederzugeben, lässt sich zusammenfassen, dass der Faktor „Feedback“ (Feedup, Feedback, Feedforward) einer der wirksamsten Einflussfaktoren für den schulischen Lernerfolg hat. (vgl. Hattie, J. (2013): Lernen sichtbar machen. Schneider Verlag. Baltmannsweiler.
Wir haben uns genau aus diesem Grund entschieden, uns beim Kultusministerium als Modellschule zu bewerben. Noten führen oft nicht zu einer leistungsförderlichen Haltung der Kinder. Ein Kind, welches die Note 1 bekommt, könnte denken, es sei fertig mit Lernen. Ein Kind, welches die Note 4-6 bekommt, könnte denken, es könne nichts. Wenn ein Kind sich anstrengt und besser werden will und immer noch nur die Note 4 bekommt, kann es nicht mehr leisten, weil die Frustration dazu führen wird, dass es irgendwann die Leistung nicht mehr steigern kann. Wenn aber die Kinder differenzierte Leistungsrückmeldung bekommen, könnte das leistungsstarke Kind sich noch weitere Herausforderungen suchen und das Kind, welchem das Lernen etwas schwerer fällt, dennoch seinen Lernfortschritt sehen, weitermachen und dranbleiben.
Der Lernverlauf aller Kinder wird von uns 8-10mal im Jahr in Mathematik und Lesen durch das onlinebasierte standardisierte Diagnoseinstrument „quop“ sichtbar gemacht und dokumentiert.


Frage 7: Wie soll ich mein Kind vergleichen können zu anderen?

Bitte sehen Sie Ihr Kind mit all seinen Stärken und Schwächen und vergleichen Sie es nicht mit anderen Kindern. Viel wichtiger ist es, das Kind mit sich selbst vor einer paar Wochen oder Monaten zu vergleichen.
So wie wir Erwachsene völlig unterschiedlich sind und unterschiedliche Fähigkeiten haben, so sind es die Kinder genauso. Es geht darum die Fähigkeiten herauszufinden und zu stärken. Der Fokus bei dieser Form von Feedback liegt auf der Fähigkeit von Lernenden, ihren eigenen Lernprozess zu beobachten, einzuschätzen und zu verbessern, unabhängig von anderen, da dies die Kinder nur in Stress versetzt. Feedback zur Selbstregulation hilft den Lernenden, sich selbst besser einzuschätzen, schafft Selbstvertrauen und erhöht die Selbstwirksamkeit, d.h. die Überzeugung durch eigenes Tun die gestellte Aufgabe bewältigen zu können. „Was ist die nächste Herausforderung, um weitere Lernfortschritte zu erzielen oder ein tieferes Verständnis zu entwickeln?“


Frage 8: Wie wird für die Anmeldung an anderen Schulen eine Einordnung gewährleistet, damit die Kinder nicht als "ach die ohne Noten" eingestuft werden.

Es wird vom Kultusministerium klare Vorgaben zum Layout der Zeugnisse für alle Modellschulen geben. Wir werden aber die Modellschule als Anlass nehmen mit den weiterführenden Schulen im Einzugsgebiet in den Austausch darüber zu gehen. Auch wir möchten, dass der Übergang für Ihr Kind gut und vorunrteilsfrei gelingt, ähnlich wie beim Übergang vom KiGa in die GS.


Frage 9: Wie soll ich meinem Kind ohne Noten klar machen, dass es mehr lernen muss damit es besser wird?

Durch die regelmäßigen Lernentwicklungsgespräche mit dem Kind wird gezielt herausgearbeitet, wo noch Unterstützungsbedarf ist oder wo neue Herausforderungen angegangen werden können. Auch Sie werden darüber informiert.


Frage 10: Wird mein Kind trotzdem alles was gefordert ist am Ende des Schuljahres können?

Unsere veränderte Leistungsrückmeldung hat keinen Einfluss auf die Bildungsinhalte. Wir unterrichten nicht plötzlich etwas weniger, nur weil wir keine Noten geben. Wir halten uns weiterhin an die Bildungsinhalte des Bildungsplans.
Die von uns erstellten Kompetenzraster richten sich nach dem Bildungsplan Baden-Württembergs. Die Kompetenzen sollten erreicht werden, aber auf unterschiedlichem Wege (z.B. mit Hilfsmittel oder ohne, oder als Transferaufgabe) und in individuellem Tempo.
Unsere Unterrichtspraxis verändert sich nicht. Nach wie vor handhaben wir es so: Wenn sehr viele Kompetenzen nicht erreicht werden können, dann suchen wir zeitnah das Gespräch mit den Eltern, um über weitere Unterstützungsmaßnahmen zu sprechen.


Frage 11: Wie kann mein Kind sich von anderen Schülern und Schülerinnen abheben und für fleißiges Lernen belohnt werden?

Wir halten Vergleiche zwischen den Schülerinnen und Schülern für nicht lernförderlich. Wir thematisieren bereits von Beginn auf, dass jedes Kind das Recht dazu hat, in seinem eigenen Tempo zu lernen. Für das fleißige Lernen werden die Kinder durch ihren individuellen Lernerfolg belohnt.
Die Kinder sollten lernen, nicht für eine Note zu lernen, sondern sich selbst zu belohnen, weil man ein gutes Gefühl hat, etwas gelernt und geschafft zu haben.


Frage 12: Ich habe Angst, dass mein Kind nach der GS einen Schock bekommt, wenn es merkt wie die anderen Schulen funktionieren.

Die Kinder sollen in der Grundschule sowohl in ihren Kompetenzen, als auch in ihrem Selbstbild gestärkt werden. Ziel ist es, dass die Kinder von sich ein realistisches Selbstbild bekommen und wir ihnen dazu immer wieder Rückmeldung geben. Nicht in Ziffernnoten, sondern detailliert.
Wir sind davon überzeugt, dass die Kinder an unserer Schule für ihr weiteres Leben bestmöglich gestärkt und in ihrer individuellen Leistung gefördert werden. Den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule gestalten wir sehr harmonisch. Jedes Kind bekommt Zeit erst einmal Grundschulkind zu werden.
Es ist ein Modellprojekt und wir hoffen, dass es einen Anlass bietet, mit den weiterführenden Schulen in den Austausch zu kommen, damit der Übergang für die Kinder möglichst harmonisch gestaltet werden kann. Genau wie der Übergang von Klasse 2 bis 3 möglichst sanft gestaltet wird an unserer Schule, so hoffen wir, wird es zukünftig auch von Klasse 4 in Klasse 5 gelingen.


Frage 13: Welche weiterführende Schulen haben das selbe Programm?

Die Gemeinschaftsschule in Ihringen hat ebenfalls keine Notengebung, sondern kompetenzorientierte Leistungsrückmeldung, bereits seit 10 Jahren.


Frage 14: Warum macht Bahlingen bei dem Programm mit?

Für uns ist es eine Fortführung unserer Schulkultur. Wir arbeiten bereits mit kompetenzorientierten Leistungsrückmeldungen, auf denen erst ab Klasse 3 die Note als Ergänzung steht. Wir versuchen auf das Lernen Ihres Kindes bereits individuell einzugehen und stehen in engem Kontakt mit Ihnen als Eltern. Wir möchten unsere Schule im Rahmen dieses Modellprojekts weiterentwickeln, in dem wir z.B. die Gespräche mit den Kindern in den Schulalltag noch stärker und systematisch integrieren.
Wir sind ein motiviertes Kollegium, das Lust hat für Ihre Kinder Dinge neu zu entwickeln und mit der aktuellen Bildungspolitik und Bildungswissenschaft mitzugehen.


Frage 15: Ist das Konzept nicht eher geeignet für lernschwächere Kinder/mit Förderbedarf? Was ist mit den Guten?

Gerade auch die Leistungsstärkeren werden ermutigt sich neuen Herausforderungen zu stellen. Feedback befindet sich laut Hattie unter den Top 10 der Einflussfaktoren für den schulischen Lernerfolg. Die Meta-Analyse aus John Hatties „Visible Learning“ (Lernen sichtbar machen) gibt uns hier Antwort: John Hattie hat über 15 Jahre eine Zusammenführung von 800 Meta-Analysen, die ihrerseits bereits Einzelstudien zusammengeführt haben, im Bereich der empirischen Bildungsforschung vollzogen. Die Meta-Analyse ist in sechs Bereiche gegliedert, denen 138 Faktoren zugeordnet werden. Es wird dort beschrieben, welchen Einfluss die einzelnen Faktoren auf schulischen Lernerfolg haben. Auch wenn die Gefahr besteht, hier eine verkürzte Interpretation wiederzugeben, lässt sich zusammenfassen, dass der Faktor „Feedback“ (Feedup, Feedback, Feedforward) einer der wirksamsten Einflussfaktoren für den schulischen Lernerfolg hat. (vgl. Hattie, J. (2013): Lernen sichtbar machen. Schneider Verlag. Baltmannsweiler.


Frage 16: Die Kinder untereinander merken doch trotzdem, dass einer viel weiter im Heft ist / viel langsamer vorankommt.

Kinder lernen bei uns, dass sei unterschiedlich sind. Jedes Kind geht seinen Lernweg und dieser ist anders als der eines anderen Kindes in der Klasse. Beide kommen an ein Ziel. Es gibt keine "versteckten Noten" durch Smileys, Kreuze oder andere Symbole. Dies ist tatsächlich der Schwachpunkt an Kompetenzrastern, allerdings wäre es zu beliebig und zu unklar, wenn es gar keine geben würde. Wir begleiten die Kinder innerhalb der Gespräche, indem wir sagen, "das kannst du und das wirst du noch lernen".


Frage 17: Neu aufgerollt, was vor einem Jahrzehnt schon nicht gefruchtet hat.

Wir arbeiten in der Grundschule mit Kindern. Es ist ein Unterschied, ob Kinder ab Ende Klasse 2 Noten bekommen, oder ab Klasse 8, wo dann die Berufsorientierung in den Fokus genommen wird. Es macht einen großen Unterschied für das Selbstbild der Kinder. Die Kinder beginnen in der Grundschule erst ihren langjährigen Lernweg. Es geht hier auch darum, die kindliche Lernmotivation und Freude am Lernen zu erhalten und zu fördern.


Frage 18: Die guten Schüler werden es trotzdem mittragen und schaffen. Die lernschwächeren Schüler bekommen noch verstärkt einen Knacks wenn sie die Schule wechseln und dort innerhalb kürzester Zeit funktionieren müssen - ohne lern so langsam wie es für dich passt - und dann gibt es Noten und man fällt erst recht aus dem Raster.

Der Anschluss für lernschwächere Kinder sind in der Regel weiterführende Schulen, in denen ebenfalls auf individuelle Lernwege und auf das Tempo geachtet wird. Unser Anliegen ist es, dass sie dorthin mit Selbstvertrauen gehen.


Frage 19: Wird es trotzdem Lernzielkontrollen geben? Wenn ja, wie werden diese bewertet (evtl. Punkte o. ä.)? Wird es verschiedene Niveaus geben bei den Lernzielkontrollen (z. B. Grundniveau, Mittleres Niveau u. erweitertes Niveau)?

Wie bisher auch schon setzt sich eine Leistungsbewertung in der Grunschule aus vielen Lernnachweisen zusammen, inklusive Lernzielkontrollen. Das Kollegium entwickelt dies laufend weiter, wie bisher auch schon. Das Kollegium hat bereits einen ganzen Strauß an Möglichkeiten gemeinsam dokumentiert, welche Möglichkeiten es in den Bereichen "Projekt", "Prozess/Produkt", "schriftliche Lernzielkontrolle", "Einzelgespräche", "Präsentation/Vortrag" in Fächern und Sachthemen gibt.


Frage 20: Ein Rückmeldegespräch kann ja auch so geführt werden, dass das Kind mit einem negativen Gefühl raus kommt, z.B. durch unrealistische Ratschläge und auch durch das permanente Aufzeigen, was das Kind nicht kann. Wie machen Sie das?

Wir werden uns im nächsten Schuljahr tiefergehend mit Rückmeldegesprächen befassen und planen bereits einen Coach oder unsere Prozessbegleiter einzuladen, die mit uns trainieren. Wir denken nämlich, dass es wichtig ist, z.B. in Rollenspielen selbst Gespräche zu üben. So kann man sich zum einen in das Kind hineinversetzen. Und zum anderen kann man üben, welche Fragen geeignet sind, damit das Kind Selbstvertrauen in die eigene Stärke bekommt, den eigenen Lernweg und Lernerfolg wahrnimmt und aufzeigt, wie es durch das eigene Tun eine Herausforderung bewältigen kann. Es ist immer darauf zu achten, nicht selbst zu viel zu reden, sondern das Gegenüber sprechen zu lassen, gut zuzuhören und dann die geeigneten Fragen zu stellen, damit ein Denkprozess angestoßen wird. Wir werden das gut vorbereiten. Das Ganze wird selbstveständlich immer auf einer sehr wertschätzenden Art und Weise stattfinden.


Frage 21: Es kam doch eine Studie heraus, in der die Grundschulen in Deutsch und Mathematik so schlecht abschneiden?

Für diejenigen, die in den Medien Ergebnisse des Instituts zur Qualtitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) zur Arbeit an Grundschulen gelesen oder gehört haben, möchten wir folgendes erläutern. Für das Bildungsmonitoring werden laut Kultusministerkonferenz Länderstudien und Vergleichsstudien durchgeführt, als Rückmeldungen für die Ministerien und deren Behörden. Bildungsmonitoring ist nicht für einzelne S

chulen oder einzelne Lehrkräfte gedacht, auch wenn das von manchen Verbänden oder von manchen Medien so dargestellt wird. Es trägt zum Qualitätsmanagement des Systems bei, indem Daten erhoben werden. Das Kultusministerium kann dann damit datengestützt Qualitätsentwicklung betreiben und die Qualität verbessern. Es ist nicht die Aufgabe einer einzelnen Schule oder einer einzelnen Lehrerin oder Lehrer, auf die Ergebnisse des Bildungsmonitoring einzugehen. Die einzelnen Schulen kümmern sich wiederum darum, dass sie regelmäßig evaluieren, Fortbildungen machen, und die Kinder im Auge behalten. Das machen wir an der Silberbergschule regelmäßig, auch dieses Schuljahr, wie Sie an dem Ergebnis der Elternevaluation sehen. Allgemein gilt, dass Ergebnisse dazu da sind, um Erkenntnisgewinn zu erhalten.